Die Eingewöhnung

Die Eingewöhnungszeit ist eine angespannte Phase für Eltern und Kind und variiert von Fall zu Fall. Sehr wichtig ist die jeweilige Einstellung der Eltern dazu. Je gelassener sie die Eingewöhnung sehen, desto leichter fällt es dem Kind. Obwohl sie mich zu Beginn noch nicht gut kennen, müssen sie zu hundert Prozent darauf vertrauen, dass es dem Kind bei mir gut geht. Das Loslassen ist nicht leicht, muss aber sein. Zunächst sind die Eltern in den ersten zwei oder drei Tagen für zwei Stunden gemeinsam mit dem Kind bei mir und lernen den Alltagsablauf kennen. Sie sollten sich etwas im Hintergrund halten, sind aber dennoch da, wenn das Kind sie braucht. Sobald das Kind beginnt, eine Beziehung zu mir aufzubauen, kann die Mutter oder der Vater auch für eine halbe Stunde weggehen. Diese Zeit weiten wir dann langsam aus. Jedes Kind reagiert anders, aber auch die Kinder, die schmerzlich heulen, wenn die Mütter oder Väter sie verlassen, hören in der Regel schnell wieder auf und spielen. Sollte sich ein Kind nicht beruhigen lassen, müssen die Eltern erreichbar sein und sofort kommen können. Das Kind ist völlig eingewöhnt, wenn es sich von mir trösten lässt. In der Regel dauert die Eingewöhnung zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit sollte ein Elternteil noch nicht arbeiten, damit er jederzeit kommen kann.